Neubau oder Bestandsimmobilie - was ist „günstiger“ für Sie?
Kauf ich mir ein altes Haus oder baue ich lieber neu? Die Frage stellen sich viele, die den Traum vom Einzug in die eigene Immobilie wahr machen wollen. Da fällt zuerst der Blick auf die Kaufpreise. Doch Sie sollten nicht nur auf den Kaufpreis schauen. Denn wie teuer das neue Heim tatsächlich kommt, hängt von mehreren Faktoren ab.
Der Kaufpreis
Von 2013 bis 2022 kannten in Deutschland die Immobilienpreise nur den Weg nach oben. Das geht aus den Zahlen hervor, die Europace, eine Plattform für die Abwicklung von Immobilienfinanzierungen veröffentlich hat. Interessant dabei ist, dass die Preise sowohl für Neubauten als auch für Bestandsimmobilien in gleichem Maß gestiegen sind.
Doch seit dem Frühjahr 2022 gingen die Preise für Bestandsimmobilien zurück, während Neubauten immer teurer wurden. Durchschnittlich lag deren Kaufpreis 35% höher. Experten machen die hohen Bauauflagen und die Anforderungen an die Energieeffizienz für diese Preisschere verantwortlich.
Neubau – diese Kosten kommen auf Sie zu
Wenn Sie neu bauen, müssen Sie mehrere Rechnungen aufmachen. Ordentlich Geld geht zum Beispiel für den Kauf des Grundstücks drauf. Gerade die Bodenpreise sind in Deutschland in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Daneben fallen Kosten für die Erschließung des Grundstücks an, für die Baukonstruktion und die technischen Anlagen sowie die Innenausstattung. Auch die Baunebenkosten und die Kosten für Arbeiten an der Außenanlage sind nicht gerade niedrig.
Bestandsimmobilien – diese Kosten kommen auf Sie zu
Durch den Ukrainekrieg und die Maßnahmen zur Eindämmung der Klimakrise ist das Thema Energieeffizienz in den Vordergrund gerückt. Daher spielt heutzutage bei der Preisbewertung von Altbauten deren Energieverbrauch eine wesentliche Rolle. So kann aus einem vermeintlichen Schnäppchen mit schlechter Energieeffizienz schnell eine schmerzhafte Kostenfalle werden. Vor allem wenn Heizung oder Fenster erneuert werden müssen oder eine Dämmung des Gebäudes angesagt ist. Ebenso sind bei älteren Immobilien die Sanitär- oder Elektroinstallationen in die Jahre gekommen und müssen nicht selten erneuert werden. Hinzu kommen Kosten für Umbauten, etwa um den alten Grundriss zu modernisieren.
Neubau: die Vor- und Nachteile
Wenn Sie Ihr Haus neu bauen, hat das zweifellos Vorteile. Sie können die Aufteilung und Ausstattung nach Ihren Wünschen gestalten. Durch die Vorgaben zur Energieeffizienz profitieren Sie zukünftig von geringen Betriebskosten und Sie haben auf Jahre keine Sanierung oder Modernisierung zu befürchten. Allerdings haben Neubauten auch ihre Nachteile. Die Investitionskosten sind hoch und manchmal auch nicht exakt kalkulierbar, ebenso wie die Bauzeit. Hier können schnell mehrere Monate finanzielle Doppelbelastung durch Finanzierungskosten und Miete anfallen. Auch die Lage von Neubauten ist nicht immer attraktiv. Denn in zentralen, gut gewachsenen Strukturen gibt es fast keine Möglichkeiten neu zu bauen. Wenn Sie neu bauen, müssen Sie auch das Risiko von Baumängeln oder Fehlern in der Planung miteinkalkulieren.
Bestandsimmobilie: die Vor- und Nachteile
Der Kauf einer älteren Immobilie kann Vorteile haben. So liegen Bestandsobjekte fast immer in gewachsenen Strukturen, und man kann die Infrastruktur genau beurteilen. Sie müssen in der Regel nicht lange bis zum Einzugstermin warten, was eine finanzielle Doppelbelastung reduziert. Sobald die Finanzierung steht, kann der Kauf zügig abgewickelt werden, und im Vergleich zum Neubau profitieren Sie in der Regel von günstigeren Kaufpreisen.
Aber eine ältere Immobilie hat auch Nachteile, etwa was die Gestaltungsfreiheit und Aufteilung der Räume angeht. In den allermeisten Fällen ist die Energieeffizienz nicht befriedigend, was eine teure Sanierung nach sich ziehen kann. Zudem haben Bestandsobjekte immer den Nachteil, dass bestimmte Bauten oder Ausstattungen in die Jahre gekommen sind und eventuell erneuert werden müssen.
Was jetzt?
Wichtig ist, dass die Immobilie zu Ihnen und Ihren Plänen passt. Was das Objekt selbst betrifft, sind es im Grunde fünf Faktoren, die den Preis bestimmen. Das sind zuerst die Lage, dann das Alter und der Zustand der Immobilie sowie die Größe des Grundstücks und der Wohnfläche. Übrigens gehört zu jeder guten Finanzierungsberatung auch die Wertermittlung des Kaufobjekts. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob der Kaufpreis für Ihr Wunschobjekt angemessen ist, melden Sie sich bei uns. Wir bewerten die Kaufimmobilie schnell und unverbindlich und ohne Maklerinteresse: https://busch-baufinanzierung.de/immobilienbewertung