Stellen Sie sich kurz Ihre Wohnung vor. Wie viele Quadratmeter hat sie?

Und jetzt die ehrlichere Frage: Wie viel davon brauchen Sie wirklich?


Über Jahrzehnte war die Antwort in Deutschland ziemlich klar: immer mehr.

  • 1965 lag die durchschnittliche Wohnungsgröße bei 69 m²

  • heute sind es rund 94 m²

  • die Wohnfläche pro Person ist von unter 20 m² auf über 49 m² gestiegen


Über die Jahre haben wir also mehr als doppelt so viel Platz pro Kopf bekommen.

Immer mehr Komfort, immer mehr Zimmer und immer mehr Fläche.


Eine aktuelle Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung zeigt jetzt: Dieser Trend könnte vorbei sein. Neubauwohnungen werden im Schnitt wieder kleiner.

Das ist kein Zufall:

  1. Wohnraum wird teurer

    Vor allem in Städten explodieren Grundstücks- und Immobilienpreise. Viele Menschen können sich große Wohnungen schlicht nicht mehr leisten. Und Bauträger reagieren darauf:
    Kleinere Wohnungen sind einfacher zu vermieten und besser zu verkaufen.


  2. Haushalte werden kleiner

    Heute sind 41 % aller Haushalte Singlehaushalte – in vielen Großstädten wohnt in jeder zweiten Wohnung sogar ein Mensch alleine. Wenn immer mehr Menschen alleine leben, verändert sich zwangsläufig auch der Wohnungsmarkt und die Nachfrage verschiebt sich.

    Die Nachfrage nach große Familienwohnungen geht zurück dafür sind kleine kompakte, gut geschnittene Wohnungen gefragt.


  3. Städte werden dichter

    Immer mehr Menschen wollen in Städten leben. Doch Fläche wächst nicht mit. Das heißt: Die vorhandene Fläche und der zur Verfügung stehende Raum muss effizienter genutzt werden.


  4. Der Markt entwickelt sich in zwei Richtungen

    Spannend ist: Der Trend gilt nicht überall gleich. Wohnungen in Mehrfamilienhäusern werden immer kleiner, aber Einfamilienhäuser werden teilweise sogar größer. Der Wohnungsmarkt scheint sich also ein Stück weit zu spalten. Während man in der Stadt dichter zusammen rückt, nutzt man auf dem Land den vorhandenen Platz gerne aus.


  5. Die Zukunft könnte weniger Fläche bedeuten

    Dennoch scheint der Trend eindeutig zu weniger Wohnraum pro Person zu tendieren. Wenn das anhält, könnte die durchschnittliche Wohnungsgröße bis 2050 von etwa 94 m² auf rund 88 m² sinken. Auf den ersten Blick scheint das nicht viel, es könnte aber dennoch einen deutlichen strukturellen Wandel bedeuten.


Warum das gesellschaftlich relevant ist?

Der Wohnungsmarkt zeigt oft früher als andere Bereiche, wie sich eine Gesellschaft verändert. Und hier treffen gleich mehrere Entwicklungen aufeinander:

• steigende Immobilienpreise
• mehr Single-Haushalte
• Urbanisierung
• Klimaziele im Gebäudesektor


Früher galt eine große Wohnung als Statussymbol. Heute bedeutet eine kleinere Wohnung aber nicht automatisch einen gesellschaftlichen Rückschritt. Im Gegenteil - sie kann auch hip sein: nachhaltig, wesentlich, modern. Denn wer heutzutage erfolgreich ist, muss das nicht mehr mit einer „Unternehmervilla“ zeigen.


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