Ein Klick – und der Vertrag kommt nicht zustande

Warum die SCHUFA mehr mit Ihrem Alltag zu tun hat, als Sie denken

Sie sitzen abends auf dem Sofa und wollen online einen neuen Handyvertrag bestellen.
Gutes Netz, neues Smartphone, Klick auf „Jetzt bestellen“.
Statt einer Bestellbestätigung erscheint nur ein nüchterner Satz:

„Leider können wir Ihnen dieses Angebot derzeit nicht anbieten.“

„Hä – was ist da los?“ Kein Hinweis. Kein Ansprechpartner. Kein Problem erkennbar.
Ihr Vertrag kommt nicht zustande – wegen einer Bonitätsprüfung im Hintergrund, von der Sie gar nichts mitbekommen.

Ein Handyvertrag gilt als Kleinigkeit. Genau deshalb merken viele erst hier, wie stark ein Schufa Score über alltägliche Dinge entscheidet.

Die SCHUFA sammelt Daten von Millionen Menschen in Deutschland. Gespeichert werden nicht nur Kredite, sondern auch ganz alltägliche Dinge: aktuelle und frühere Adressen, Geburtsdatum, Bankverbindungen, Kreditkarten, Mobilfunkverträge, Leasingverträge, laufende Kredite, Zahlungsausfälle oder offene Forderungen. Zusätzlich wird vermerkt, welche Unternehmen wann eine Anfrage gestellt haben. Diese Anfragen bleiben ein Jahr gespeichert – auch wenn sie nur kurz sichtbar sind.

Aus all dem entsteht ein Score. Und dieser Score entscheidet im Alltag über weit mehr als nur Kredite.


Der Score weiß viel – erklärt aber wenig

Wie genau die SCHUFA den Score berechnet, bleibt geheim. Gerichte haben bestätigt, dass die Formel nicht offengelegt werden muss. Gleichzeitig gilt: Entscheidungen dürfen rechtlich nicht ausschließlich automatisiert auf Basis eines Scores getroffen werden. In der Realität passiert genau das trotzdem. Sie sind in letzter Zeit oft umgezogen oder haben einmal vergessen Ihre Handyrechnung zu zahlen? All das kann den Score drücken – auch ohne echte finanzielle Probleme. Positiv wirken dagegen langjährig sauber bediente Kredite, vor allem bei Immobilienfinanzierungen.

 

Was sich für Sie verbessert hat

Es gibt auch gute Nachrichten – die Regeln wurden verbraucherfreundlicher: Erledigte Forderungen werden jetzt schon nach 18 Monaten gelöscht, statt wie früher erst nach 36. Dafür müssen allerdings folgende Voraussetzung erfüllt sein: Der Zahlungsverzug war einmalig und wurde innerhalb von 100 Tagen nach der Mahnung bezahlt.


Warum regelmäßiges Prüfen wichtig ist

Jede Person hat Anspruch auf eine kostenlose SCHUFA-Selbstauskunft pro Jahr.
Darin müssen alle gespeicherten Daten enthalten sein – inklusive Erläuterungen zur Bewertung. Das ist kein Formalrecht, sondern ein Schutzinstrument. Denn fehlerhafte, veraltete oder unzulässige Einträge sind keine Seltenheit. Deshalb sollten Sie davon Gebrauch machen und regelmäßig Ihre Einträge kontrollieren. Das schützt vor bösen Überraschungen.

Zurück
Zurück

Noch zum aktuellen Preis einsteigen – bevor die Anpassung kommt

Weiter
Weiter

„Ich ziehe aus – also bin ich raus.“